Figuralchor

Musik und mehr... - immer gerne mit dem Figuralchor der Gedächtniskirche in Stuttgart
Samstag, 1. August 2026

– RÜCKBLICK AUF EINE PRÄGENDE SYMBIOSE

Am 11. Februar erreichte uns die Nachricht, dass Helmuth Rilling im Alter von 92 Jahren gestorben ist. Über zwanzig Jahre lang, zwischen 1957 und 1978, war er der erste Kantor der Gemeinde in der neu erbauten Gedächtniskirche. Sie kann – zumal seither unverändert – als steinernes Zeugnis von Rillings Wirken und seines maßgeblichen Einflusses auf die Neubaupläne durch den damaligen Pfarrer Dr. Werner Jetter betrachtet werden..."

von Dr. Norbertz Bongartz,
veröffentlicht im Gemeindebrief der Magdalenengemeinde Sommer/Herbst 2026, S.4 f. (Link)

.

Ein kurzer Einblick als Ergänzung zum offiziellen Nachruf auf der Seite davor.





Auch in diesem Jahr lud Familie Burda zum Abschluss der Proben vor der Sommerpause wieder zum Sommerfest mit guten Gesprächen, Getränken und leckerem Essenen von den buffett-erprobten Choristen in den idyllischen Garten in Rottenburg. Wer konnte und wollte, hatte vorab noch Gelegenheit, nicht weit davon Märchensee und Steinbruch zu entdecken, aus dem vor Urzeiten u.a. die Steine des Eingangs der Wilhelma Stuttgart gebrochen wurden.

Das Bild trügt, denn der Abend wurde weitaus weniger formal, dafür umso gemütlicher. Herzlichen Dank!

(Mehr über den Figuralchor und die Proben gibt es z.B. hier (Link).)





Mittwoch, 15. Juli 2026

Am Samstag, den 25.07.2026 um 19 Uhr gaben Sophie Roth, Flöte, Heidi Maier, Horn und Denis Pisarevskiy eine "Sommerserenade"

mit Werken von Carl Heinrich Graun, Joseph Haydn, Bernhard Eduard Müller, Georg Philipp Telemann, Josef Myslivecek und Mel Bonis (Details zum Programm hier).

Das Publikum konnte sich im warmen Klang von Flöte, Horn und passend dezent wie vielseitig registrierter Orgel über weite Passagen tief entspannen, aber auch vielfach in virtuosen Partien mitreißen lassen. Sophie Roth und Heidi Maier gaben dazu einen kleinen Einblick in die Geschichte des Instrumentenbaus der Travers- bzw. Querflöte wie des Naturhorns bis zum modernen Instrument; die Musik spiegelte diese Entwicklung anschaulich wider. Zwei kurze Stücke für die Flötenuhr von Joseph Haydn, arrangiert von Denis Pisarevsky, boten dazu einen kleinen Einblick in Kompositionen für automatische Spielorgeln und rundeten das abwechslungsreiche Programm damit ab.

Im Finale: Musik der Komponistin Mel Bonis (1858-1937), einer Zeitgenossin von Claude Debussy, Spätromantik mit Flügel vor dem Altar.

Großer Applaus und Zugabe.

Danke an die Musiker und Spender, und schließlich meine Empfehlung, die Gelegenheit zum Erlebnis solch hochklassiger Abend-Musik in der musikalischen Gedächtniskirche das nächste Mal (gerne wieder) wahrzunehmen!





Sonntag, 12. Juli 2026

Am Sonntag, 12. Juli, 10.30 Uhr, startete das inzwischen traditionelle Brunnenfest in der Gedächtniskirche mit einem Familiengottesdienst, im Anschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie ein buntes Programm für Kinder und Erwachsene.

Musikalisch wurde das Fest gestaltet von der GedächtnisVielharmonie, dem Posaunenchor und dem Chor der Waldkirche - hier bei der Probe im Tutti für den Gottesdienst, die Lust auf mehr machte:

Gegeben wurde u.a. die Kantate "Kommt herzu, lasst uns dem Herrn frohlocken" von Johann Gottlieb Naumann und die Kantate "Sende dein Licht" von Sebastian Knüpfer, jeweils für Chor, Orchester und Orgel unter der Leitung von Marlene Frisch.





Montag, 22. Juni 2026

A. Für jeden Tag:

1 Die Playlist auf Youtube mit allen Sätzen einzeln - bei der allerdings die Satzbezeichnungen nicht mit der Notenausgabe korrelieren:

  • "III. Tractatus" ist ein Zwischengesang, der in der Carus-Ausgabe nicht erscheint, und
  • "IV. Sanctus" enthält tatsächlich die "3. Sequentia" mit dem Dies irae, Recordare und Lacrimosa.
  • Unter "V." geht es dann mit dem "Offertorium" weiter, das im Notentext unter "4." erscheint...

(das Gleiche gilt auch für die Playlist auf Spotify)


(Das ist übrigens auch die Übe-CD, die Carus selbst anbietet und seinem Tutorial zugrunde legt.)

2 Eine sehr gute Übungshilfe für alle Stimmen bietet Carus selbst hier (Link) an, und zwar in einem Aufklappmenü links unten auf der Seite zum Notenmaterial unter "Üben" - hier findet man alle Stimmen zu allen Sätzen zum Einüben hervorgehoben - ideal zur Arbeit/ zum "Einpauken" mit dem Klavierauszug:


(Das Ganze gibt es noch etwas komfortabler und noch etwas weitergehend im Umfang mit der Übe-App von Carus oder auch direkt im Browser - (€ 15,00 je Stimmlage).)

3 Wer sich womöglich schon an Choralia gewöhnt hat, findet hier (Link) entsprechende Unterstützung.

B. Allgemeine Infos vorab:

1 Cherubini Biografie (Wikipedia), kurzer Abriss;

2 Cherubini Requiem (Wikipedia), kurzer Überblick;

3 Eine sehr gut lesbare Einführung gibt es auch hier; sie stammt von Cordula Scobel und findet sich im Programmheft der Frankfurter Kantorei zu einem Konzert aus dem Jahr 2012, in dem das Werk mit Schuberts Unvollendeter gegeben wurde (interessante Querbezüge, auch der dem vorangehende Text wäre lesenswert).

4 Dieses Programmheft ist auch deshalb interessant, weil es eine der wenigen Fundstellen im Netz ist, die den konkreten Requiemtext mit gegenübergestellter Übersetzung bietet.

5 Noch mehr Details gibt es im Vorwort des Klavierauszugs selbst, das auch direkt über diesen Link aufrufbar ist (Seiten 3 und 4); dazu ist die Werkstruktur sehr schön auf Seite 2 dargestellt.

6 Einen netten, etwa zehnminütigen musikalischen überblicksartigen Einblick zum erstmaligen Reinhören ins Werk bietet dieses Video des Stuttgarter Oratorienchors bzw. seines Leiters Enrico Trummer (2012, nur leicht "angestaubt"):





Cherubini, Requiem in c - Carus 40.086/93 (Klavierauszug), € 15,00 je Exemplar,

noch 3 Exemplare in der nächsten Probe zu haben (Stand 14.7.).






(Foto A.G.)

zum Sommerkonzert am Sonntag, den 21.06.2026, 18.00 Uhr (Link) in der Gedächtniskirche Stuttgart.

Auf dem Programm standen die "Misa a Buenos Aires - Misatango", also die Tangomesse von Martín Palmeri, und "Membra Jesu Nostri" von Dietrich Buxtehude, beide Werke über 300 Jahre seit ihrer Erschaffung auseinander.


"Wer Palmeris Tangomesse mit Buxtehudes "Membra Jesu Nostri", also Barock mit südamerikanischen Rhythmen in eine Aufführung packt, und das dann noch durcheinander mischt, muss verrückt sein." - war bei manchem der erste Gedanke bei der Vorstellung des Konzepts von Alexander Burda. Das gab es so noch nie. Für Puristen dürfte allein schon der Gedanke daran als eine Sünde gelten, die tief in die musikalische Hölle führen muss.


(Foto A.G.)

Zum Glück ist bisweilen der Geist flexibel und das Publikum aufgeschlossen: Rund 300 Besucher lösten nicht nur eine Eintrittskarte für solch ein Abenteuer bei allerbestem Hochsommerwetter in der nicht klimatisierten Gedächtniskirche; fast alle zeigten sich im Anschluss daran über die Konzeption begeistert: Der Kontrast und die Abwechslung wurde fast durchgängig und buchstäblich als "einmalig" und "belebend" wahrgenommen, die beiden Werke mit ihrer Spieldauer von mehr als einer Stunde und 40 Minuten "zum Glück" nicht einfach hintereinander gespielt...

Die Musik selbst und zahlreiche Gänsehautmomente machten die Aufführung zu einem Highlight - für das Publikum wie auch für die Musiker und Künstler selbst. "Eines der bewegendsten Konzerte meines Lebens", war der erste Kommentar einer langjährigen Konzertgängerin. "Wer heute nicht dabei war, hat etwas verpasst", war gleich mehrfach zu hören. Langer Applaus, Standing Ovation.


Gelungen war da das, was Alexander Burda in seiner Begrüßung hervorhob: Ein "Zusammenkommen in der Kirche, um gemeinsam Musik zu machen oder ihr zuzuhören und gemeinsam den Spuren und Verbindungen nachzugehen", die im Barockstück das Leiden Jesu körperlich nachzeichnen und den Messtext in unsere Zeit transformiert.

Dabei war das nicht gerade absehbar, die Resonanz im Vorfeld unsicher, viele Beteiligte skeptisch. Den Wechsel von Frühbarock und moderner Messe im Tangostil gleich mehrmals am Abend zu vollziehen, erschien nicht nur intellektuell, sondern auch sängerisch ausgesprochen herausfordernd und gewagt.

Dennoch gelang dieser Spagat: Präzise Sprache in Buxtehudes Kantaten, präzise Rhythmen in Palmeris Messe, die Stimmgruppen (trotz deutlich unterschiedlicher Besetzungsstärke) gut ausbalanciert. Homogener Bass, strahlender Sopran, ausmalende Mittelstimmen - beeindruckend, wie die Proben, die regelmäßig eine Mischung aus Vortrag über die Musik, die Struktur der behandelten Abschnitte, Harmonien und unendliche Querbezüge mit steter Stimmbildung verbinden, für einen geschlossenen, runden Chorklang sorgen, der den Vorstellungen des Chorleiters immer näher kommt. Und das bei durchweg nicht gesanglich studierten und daher auch nicht beruflich im Fach tätigen Sängerinnen und Sängern. Unabhängig von den 100 Minuten Spieldauer in etwa 35°C Sommerhitze und Scheinwerferlicht war das Ergebnis - wie schon am Vortag in Gerlingen - eindrucksvoll.


(Foto A.G.)

Dazu kam rein zufällig im Vorfeld noch die Idee, die Messe durch Franziska und Thomas Rometsch als Tangopaar unterstützen zu lassen - oder mit anderen Worten: ein Gesamtkunstwerk auf die Kirchenbühne zu stellen - das Publikum nahm auch das dankbar an.


(Foto: A.G.)

(Foto: via C.D.)

In all das gliederten sich auch die Solisten ein: Ausgeglichen im Format, harmonisch in der Gruppe, und abwechslungsreich in den Arien - das Publikum folgte ihnen bis zum Ende konzentriert, ja fast wie gebannt.


(Foto: mit freundlicher Genehmigung: Paul Jacot)

Nach dem Konzert eine Sängerin in der Umkleide: "Was Alex da hervorgezaubert hat, war wieder Wahnsinn" - Genie und Wahnsinn liegen bisweilen eng beieinander.

P.S. Hans-Christoph Rademann, Akademieleiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart, hatte sich im Vorkonzert am Vorabend in der Petruskirche in Gerlingen überraschend interessehalber eingefunden, bis zuletzt gelauscht, und im Anschluss dem Konzept wie seiner Ausführung Respekt gezollt, was besondere Freude und Dank für die Auszeichnung auslöste.





Mittwoch, 17. Juni 2026
  • Joseph Martin Kraus (1756-1792) - Symphonie Funèbre,
  • Luigi Cherubini (1760-1842) - Requiem c-moll

mit dem

am Samstag, den 14.11.2026, 18.30 Uhr in der Evangelischen Bartholomäuskirche Kemnat, und am Sonntag, den 15.11.2026, 18.00 Uhr in der Gedächtniskirche Stuttgart.





Sonntag, 14. Juni 2026

Am Sonntag, den 21.06.2026, 18.00 Uhr wurde
in der Gedächtniskirche Stuttgart - Hölderlinstraße 14 (Anfahrt hier)

das Sommerkonzert des Figuralchors Stuttgart gegeben, und zwar:


(Foto: via C.D.)

mit
Nora B. Hagen, Sopran (Buxtehude),
Leonie Stauch, Sopran (Buxtehude),
Asuka Santurri, Mezzosopran (Palméri),
Jeanette Burda, Alt,
Kilian Wacker, Tenor,
Simon Amend, Bass,

Franziska und Thomas Rometsch, Tanz
Concentus Memorialis und dem
Figuralchor der Gedächtniskirche Stuttgart.

Gesamtleitung: Alexander Burda

Ein begeisterndes Vorkonzert fand bereits am Samstag, den 20.06.2026 um 18.30 Uhr in der evangelischen Petruskirche in Gerlingen statt.

Zur ausführlichen Nachlese geht es hier (Link).





So titelte pfiffig wie treffend bereits Mein Wochenblatt
im kulturellen Newsletter "Kultur Rems Murr" der Waiblinger Kreiszeitung,
zum Sommerkonzert, den man auch hier abonnieren kann (empfehlenswert).





Samstag, 23. Mai 2026

Le Figuralchor part en tournée:

Georg Friedrich Händel - Le Messie (The Messiah)
Extraits pour chœur et orchestre en langue anglaise (version originale)
Interludes pour harpe solo

Figuralchor Stuttgart,
Concentus Memorialis,
Tylman Vandurme, harpe

Alexandre Burda (direction)

  • Jeudi 4 juin, 20h30 - Église de Yenne (Répétition générale ouverte au public)
  • Vendredi 5 juin, 20h - Cathédrale d’Annecy
  • Samedi 6 juin, 20h30 - Saint-Pierre-De-Maché, Chambéry

(Öffentliche Generalprobe und Konzerte vom 04.-06.06.2026 in Yenne, Annecy und Chambéry, Frankreich).

Aus der erfolgreichen Generalprobe in der Kirche von Yenne, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde und als besonderes Kulturdenkmal geschützt ist:

(Foto: E.S.)

In der Kathedrale von Chambéry mit dem Concentus memorabilis:
(Foto K.L.)

und schließlich auf der Rückreise
(Foto A.E.)





Samstag, 9. Mai 2026


Am Freitag, den 22.05.2026, 19.00h folgte mit der nächsten Abendmusik gleich der nächste musikalische Leckerbissen, nämlich das "Klangmysterium" - Orgel und Schlagzeug "vor dem Altar" mit

- Jiyeon Kim, Schlagzeug
- Grzegorz Chwalinski, Schlagzeug
- Gabriel Beyrer, Schlagzeug, - zusammen bekannt als das GangTa Trio
und
- Denis Pisarevskij, an der Orgel

Die Musiker spielten Werke von Frescobaldi, Rossi, Debussy, Alain, Donatoni, Druckman und Pisarevskiy:

Eine außerordentlich vielseitige Zusammenstellung, wobei die Schlagwerke (bis auf die "klassischen" Töne von Claire de Lune (Debussy) am Ende) ausnahmslos "neue Musik" waren, die gut im Donaueschinger Musikfestival zu erwarten gewesen wäre. Im Zentrum: Pisarevskijs Quartett für diese Besetzung mit über 50 Schlaginstrumenten (Welt-Uraufführung) - erntete begeisterte Bravo-Rufe.

Mit der "Beimischung" von ungewöhnlichen, kleineren Orgelwerken des Frühbarocks, die zu ihrer Zeit "neue Musik" bedeuteten, und einer unbeschreiblichen Nummer eines "singenden Schlagzeugers", der letztlich mit seinem Körper als Instrument arbeitete (Druckman), wurde der Abend ausgesprochen kontrastreich und kurzweilig.

Das zeigte sich schließlich auch am Interesse nach dem Konzert: Ein halbes Dutzend Zuhörer umlagerte das Schlagwerk und den Komponisten noch lange, ließ sich Partituren und Instrumente zeigen...

Der Eintritt war frei, Spenden erfreuten, herzlichen Dank dafür an dieser Stelle von Seiten der Musiker wie der Gemeinde.





Vorbereitung auf die Abendmusik am kommenden Freitag, den 22.05.2026:



Das Schwellerpedal wird graphitiert, ein Kabelbruch am Rückstellungsschalter der Koppelung II/I behoben, und anderes mehr - die Orgel der Gedächtniskirche bedarf im Alter von fast 70 Jahren der Pflege - die sich freilich lohnt, denn die Walcker-Orgel ist es wert.

P.S.: Die Orgel der Gedächtniskirche wird seit der Schließung der deutschen Zentrale der Fa. Walcker 1999 von Orgelbau Lieb, Ingersheim betreut.

Allerdings führen auch zwei Walcker-Söhne in eigenen Unternehmen die Walcker-Tradition fort: Auf seiner Website mit Weblog informiert Gerhard Walcker-Mayer über seine Arbeit und viele aktuelle Entwicklungen im Orgelbau und natürlich in seinem Unternehmen. Der Orgelbau Michael Walcker-Mayer ging aus dem schon 1957 ausgegliederten österreichischen Firmenzweig hervor.





Samstag, 18. April 2026

Wer sich mit den Rhythmen und der Textverteilung in Palmeris "Misa a Buenos Aires Misatango" (Tangomesse) noch nicht wohl oder sicher fühlt, oder einfach nicht weiß, ob und wie man Anschluss oder Übung finden kann, dem empfehle ich das ideelle Chorprojekt Choralia.net; zweckmäßig ist dabei, vorab diese kurze Einführung zu lesen, denn es werden bei allen bereitgestellten Stücken üblicherweise drei Stufen angeboten, von der eigenen Stimme zum Zusammenspiel mit den weiteren und schließlich allen Beteiligten (die zudem - z.B. hinsichtlich der Geschwindigkeit oder der Hörbarkeit anderer Stimmen oder der Begleitung - noch individuell angepasst werden können).

Der Paukboden, also der eigentliche Crashkurs für die Tangomesse wird hier geöffnet (Link, auch der nachfolgende Schriftzug) - alle Sätze und alle Stimmen; besonders schön klingen die künstlichen Stimmen nicht - aber das System scheint effektiv und ideal, um sich mit der eigenen Partitur effizient die tonalen und rhythmischen Rahmenbedingungen zügig einzuverleiben.

Viel Erfolg damit!





Seit gut drei Wochen unter neuen Pächtern: das JALIN-Restaurant - frische asiatische Küche, mit Gastgarten, also ideal zum Draußensitzen im Norden bzw. gefühlt wohl schon Westen Stuttgarts, nämlich Hölderlinstraße 35B an der Haltestelle "Russische Kirche".

Hier geht's zur Speisekarte, zur "Online-Reservierung, alternativ Email: Jalin.stuttgart@gmail.com oder Telefon: +49 711 25973249.

Ich war bislang zwei Mal dort, die Qualität stimmt im Preis-Leistungsverhältnis. Das Gemüse ist frisch aus dem Wok, die Speisen ersichtlich ohne die bisweilen üblichen Geschmacksverstärker angerichtet. Hier die Dumplings-Mischung aus den Vorspeisen (schon angebissen ;-)):





Donnerstag, 16. April 2026


Am Samstag, den 18.04.2026, 19.00 Uhr spielten in der Abendmusik an der Gedächtniskirche Veronika Shtykar, Saxophon und Denis Pisarevskiy an der Orgel (für die leider stimmlich erkrankte Ala Coroid) eine Reihe von selten zu hörenden und zugleich musikalisch spannenden "Leckerbissen" (zum Programmheft), u.a.

  • "Trois Mélodies Grégoriennes" für Alt-Saxophon und Orgel von Guy de Lioncourt,
  • dazu eine Bearbeitung des "Kaddisch" von Maurice Ravel,
    eingerichtet für diese Besetzung durch Denis Pisarevskij selbst,
  • weitere Werke, u.a. von Pedro Iturralde
  • und Solostücke beider Instrumente von Bach, Saint-Saëns und Vierne (an der Orgel)
    und Georg Philipp Telemann, Fantasia a-moll (Saxophon)...

Die "Feux follets", also die Irrlichter von Louis Vierne irrlichterten unter den Gliedmaßen des Organisten buchstäblich. Die Klänge schwangen insgesamt zwischen meditativer Ruhe und jazzy Rhythmen. Das Publikum war begeistert!


(Foto: Bestand D.P.)




Samstag, 4. April 2026

Die Zahl der Aufrufe von Einspielungen des Figuralchors bei Spotify - freilich ganz überwiegend unter Helmuth Rilling aufgenommen - ist eindrucksvoll: Sie wird mit derzeit "monatlich 13.118 Hörer*innen" (Stand 15.04.2026) angegeben (-> Grafik = Link).

Die Sinfonia aus der Bach-Kantate BWV 156 "Ich steh mit einem Fuß im Grabe" verzeichnet dabei allein aktuell eine Gesamt-Aufrufzahl von nicht weniger als 1.021.636 (!).

Helmuth Rillngs Bach-Vermittlung zeigt sich auch hier als eindrucksvolles Vermächtnis.





Impressionen 2012:
Die Ersteinspielung des Oratoriums um die Geschichte der Arche Noah von Camille Saint-Saëns durch die Württembergische Kammerphilharmonie Reutlingen mit dem Figuralchor der Gedächtniskirche.

Das „Making of“ ist hier bei Yutoube zu sehen:





Donnerstag, 2. April 2026


(Dieses Stillleben ist wie ein Symbol und zugleich Metapher für harmonische musikalische Ruhe im himmlischem Licht auf der Empore in der Gedächtniskirche.)




Sonntag, 15. März 2026

am Freitag, den 03.04.2026, 09:30 Uhr in der Gedächtniskirche
hielt die Predigt Stadtdekan Søren Schwesig.

Musikalisch trug der Figualchor mit Auszügen aus dem Requiem op. 9 von Maurice Duruflé, in der Fassung für Orgel und vierstimmigen Chor bei, und zwar

  • II. Kyrie
  • III. Domine Jesu
  • VII. Lux aeterna und
  • IX. In Paradisum

Ein "stimmiges" Programm zum Karfreitag, rund um die Lesung zu Johannes 19, 16-30 und die Predigt zu 2. Korinther 5, 19-21 zum Versöhnungsgedanken: Harmonische Einführung mit dem "Kyrie", stimmgewaltiges "Domine Jesu Christe", meditatives "Lux eterna" zum Abendmahl und schließlich stiller Ausklang "In Paradiso".

Aus dem Programmheft zu unserem Frühjahrskonzert 2025 zusammengefasst:

"Maurice Duruflé war Titularorganist der Kirche Saint-Etienne-du-Mont in Paris. Sein Requiem entstand während des Zweiten Weltkrieges und wurde kurz danach, 1947, fertiggestellt und uraufgeführt. Es steht mit seiner tröstlichen Tonsprache musikalisch in der Tradition des Requiems von Gabriel Fauré.
Sämtlichen Sätzen legt Duruflé die gregorianischen Melodien der lateinischen Totenmesse zugrunde, die er in ein impressionistisches Klanggewand kleidet.
Das Kyrie und das Agnus Dei aus Duruflés Requiem wurden im Übrigen für die Liturgie der Totenmesse für den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl am 1. Juli 2017 im Dom zu Speyer ausgewählt."

Weitergehend hier zum Text mit Übersetzungen, und zum Hören (Youtube, empfohlene Aufnahme).

Und abschließend noch ein Blick in die Generalprobe mit Denis Pisarevskij am Spieltisch der Orgel und Alexander Burda am Pult:





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